Die Gewinner des Dolomitale
Kurzfilmwettbewerbes 2018


Daniel Andrew Wunderer gewinnt mit „Zuflucht“ den Dolomitale Short Film Award 2018


Der neun Minuten lange Film konnte die Jury nach über zweistündiger Beratung überzeugen. Der Regisseur beschreibt den Kurzfilm als „phantastische Auseinandersetzung mit Flucht und menschlicher Intoleranz.“ Wunderer war überwältigt von der Resonanz und sehr dankbar für den Preis: „In Südtirol gibt es wenige Möglichkeiten für Filmemacher ihre Filme zu zeigen. Demnach finde ich, dass das Filmfestival Dolomitale in St. Ulrich eine gute Initiative ist.“

Die Jury bestehend aus Natalie Halla, Ingrid Silbernagl, Katia Bernardi und Ingrid Demetz, begründete ihre Entscheidung mit folgendem Statement: „Es freut uns, ankündigen zu dürfen, dass „Zuflucht“ von Daniel Andrew Wunderer den Jurypreis gewonnen hat. Der Film zeigt eine reife Regieleistung in der Erzählung und Ästhetik. Die technische Umsetzung, vor allem Bildgestaltung, Schnitt und Sounddesign sind auf sehr hohem Niveau. Der Film berührt, wühlt auf, regt zum Nachdenken an und lässt den Zuschauer vor allem nicht so schnell los.“ Dem Gewinner des Jurypreises wurde ein Preisgeld von EUR 1.000 ausgezahlt. Zudem gewannen er und sein Team ein Mentoringprogramm bei der IDM Film Fund & Commission.“


„Der Wolf“ von Benjamin Thum gewinnt den Publikumspreis


Das Publikum sieht die Filme mit anderen Augen als die Jury und deswegen sei der Publikumspreis fast gleich viel Wert wie der Jurypreis, sagt die Jury in Ihrer Ansprache. Der Gewinner des Publikumspreises Benjamin Thum freute sich darüber, dass die eineinhalb Jahre lange Arbeit Früchte trägt. Er erhielt ein Preisgeld von EUR 500 und einen Gutschein für einen Helikopterflug der Elikos.


„Stato di Gloria“ von Matteo Vegetti erhält eine besondere Erwähnung der Jury


Zudem beschloss die Jury, dem Film „Stato di Gloria“ von Matteo Vegetti eine besondere Erwähnung zu übergeben. Der Film ist eine intelligente und mutige Komödie über sehr aktuelle und wichtige politische Themen. Der Film überzeugt durch seinen originellen Zugang und seine frische, unerschrockene und überstilisierte Filmsprache.




Zum Dolomitale Kurzfilmwettbewerb

Da dem Dolomitale Filmfestival ein besonderes Augenmerk im Vernetzen der lokalen Filmemacher und in der Förderung des Nachwuchses liegt, wurde der Dolomitale Kurzfilmwettbewerb ins Leben gerufen. Insgesamt wurden etwa 50 Filme mit Beteiligung von Südtiroler Filmschaffenden oder Filme, welche mehrheitlich in Südtirol gedreht wurden, eingereicht. Bei den zwischen 20 Sekunden und 20 Minuten langen Filmen handelten es sich sowohl um Spiel- als auch Dokumentar- und Experimentalfilme. Acht von den 50 abgegebenen Filmen wurden vom Organisationskomitee im Voraus ausgewählt, welche dann im Rahmen des Filmfestivals präsentiert wurden. Die zwei besten Filme wurden am Samstag 10. November mit einem Publikums- und einem Jurypreis ausgezeichnet. Die Jury bestand aus Ingrid Demetz, Natalie Halla, Katia Bernardi und Ingrid Silbernagl. Die Entscheidung der Jury war aufgrund der verschiedenen Genres, Themen und Erzählweisen sehr schwierig. Jeder Film hat seine sehr guten Aspekte und das Niveau ist insgesamt sehr hoch. Nach langer Diskussion entschied sich die Jury für einen Film.

Die acht Finalisten, die es in die Endrunde schafften, waren: